Was für eine intensive und inspirierende Woche auf der SCHULBAU Messe Hamburg 2025.
Zum vierten Mal durfte ich dort als Speakerin mitwirken – mit einem Vortrag und einem Workshop rund um das Bauen im Bestand im Bildungsbau. Und auch in diesem Jahr hat mich vor allem eines wieder besonders beeindruckt: die Energie, die entsteht, wenn fachliche Tiefe, Verantwortung und persönliche Haltung aufeinandertreffen.
Im Mittelpunkt meines Beitrags stand eine klare Überzeugung:
Bauen mit dem, was schon da ist. Der Bestand ist unsere wichtigste Ressource im Schulbau.
Denn Sanierung und Umbau sind längst keine Notlösungen mehr. Sie sind strategische Hebel für Qualität, Wirkung und Zukunftsfähigkeit – architektonisch, funktional und ökonomisch.
In meinem Vortrag „Bestand weiterdenken – Haltung zeigen im Schulbau“ habe ich darüber gesprochen, wie wir mit minimalen Eingriffen maximale Wirkung erzielen können. Es geht darum, bestehende Strukturen ernst zu nehmen, weiterzudenken und ihre Potenziale konsequent zu nutzen.
Im anschließenden Workshop „Meilensteine im Schulbau-Prozess – von Phase 0 bis Fertigstellung“ haben wir gemeinsam intensiv über die Grundlagen erfolgreicher Projekte gesprochen: von der Bedarfsanalyse über den Projektstart bis hin zu Termin- und Kostensicherheit. Dabei wurde einmal mehr deutlich, wie entscheidend der Prozess für die langfristige Qualität von Bildungsbauten ist.
Diese Tage auf der Messe waren jedoch weit mehr als nur fachlicher Austausch.
Sie standen auch für Begegnungen und Kontinuität: für den Dialog mit internationalen Kolleginnen und Kollegen, für die Teilnahme an einer Jurysitzung zum Studentenpreis in Braunschweig und für das 20-jährige Jubiläum des Alumni Clubs der TU Braunschweig – ein besonderes Wiedersehen mit ehemaligen Assistentinnen, Kolleginnen, Freunden und unserem emeritierten Professor Ackers.
Diese Mischung aus fachlicher Arbeit, Verantwortung in der Qualitätssicherung und dem persönlichen Netzwerk zeigt mir immer wieder, worauf nachhaltige Wirkung wirklich basiert: auf Haltung, Prozessintegrität und gewachsenen Beziehungen.
Die SCHULBAU Messe hat für mich erneut deutlich gemacht, wie wichtig es ist, unsere Haltung zum nachhaltigen Bauen im Bestand nicht nur zu entwickeln, sondern aktiv in die Branche zu tragen – in Projekte, in Diskussionen und in die Ausbildung der nächsten Generation.
Ich bin dankbar für die vielen Gespräche, den offenen Austausch und die inspirierenden Begegnungen in Hamburg. Sie zeigen mir jedes Mal aufs Neue, dass Veränderung dort entsteht, wo Energie auf Haltung trifft – und daraus konkrete Wirkung wird.
